Frauenschuh Orchidee (Paphiopedilum)

Der Name für diese entzückende Orchideengattung kommt nicht von ungefähr, denn die Blütenlippen sehen tatsächlich aus wie wie kleine Pantoffeln, die sich aufgrund ihrer Farbenfreude mehr für Frauen eignen. Der wissenschaftliche Name Paphiopedilum resultiert zum Einen aus dem Beinamen der griechischen Göttin Aphrodite und zum Anderen aus dem griechischen Wort „pedilon“ für Pantoffel. Die römische Göttin Venus trug den gleichen Beinamen, weshalb die Frauenschuh-Orchidee auch Venusschuh genannt wird. Die etwa 100 Arten sind in Indien, Thailand, Malaysia, Nepal, Neuguinea, Sumatra, Borneo auf den Philippinen beheimatet. Die Gattung Cypripedium, die ebenfalls als Frauenschuh bezeichnet wird, wächst auf der nördlichen Erdhalbkugel und verträgt deshalb kältere Temperaturen.

Pflanzenbeschreibung Frauenschuh-Orchidee

Die dicken fleischigen Blätter laufen spitz zu und besitzen eine hervortretende Mittelrippe. Nach jeder Vegetationsperiode bildet das Rhizom einen neuen Trieb. An der Spitze des behaarten Stängels bilden sich die prächtigen Blüten. Das untere Kronblatt, das meist eine andere Farbe als die restliche Blüte aufweist, besitzt die typische schuhartige Form. Aufgrund seiner Größe tritt auch noch das obere Kelchblatt optisch hervor. Eine Frauenschuh-Blüte wird zusätzlich noch mit seitlichen Kronblättern geziert, die je nach Art unterschiedliche Formen aufweisen.

Frauenschuh Orchidee

Bild von einer gelben Frauenschuh Orchidee

Die Zimmerkultur

Die Gattung Paphiopedilum zählt zu den Erdorchideen, weshalb die Gewächse ein feineres aber trotzdem durchlässiges Orchideensubstrat benötigen. Die feinen Wurzelhaare sind sehr empfindlich und sollten deshalb schonend behandelt werden. Als ideale Zimmertemperatur haben sich 20° bis 25° C bewährt, im Winter etwas darunter. Bei den grünblättrigen Arten sollte die Temperatur niemals über 22° C steigen und jeweils nachts um etwa 4° abfallen. In Winternächten ist für sie eine Temperatur von 13° bis 16° ideal. Der etwas kühlere Stand im Winter fördert die Blütenbildung. Gegossen wird kräftig, aber immer erst dann, wenn das Substrat nahezu abgetrocknet ist. Die Düngung erfolgt bei jedem vierten Wässern, die Zeit nach der Blüte ausgenommen. Geflecktblättrige Frauenschuh-Arten vertragen Helligkeit, aber keine direkte Sonneneinstrahlung. Die grünblättrigen Sorten sollten einen etwas schattigeren Standort erhalten. Wichtig ist zudem eine hohe Luftfeuchtigkeit, die mit dem regelmäßigen Einnebeln der Pflanze erreicht werden kann. Damit sich der Blütenschaft aufgrund des hohen Gewichtes der Blüte nicht neigt, empfiehlt sich die Stabilisierung mit einem Stab.

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