Miltonia

Die Gattung Miltonia, zu der etwa 40 bekanntere Arten gehören, hat ihren Ursprung in den tropischen Regionen Südamerikas, wie zum Beispiel Kolumbien, Brasilien, Ecuador und Panama. Ähnlich wie Phalaenopsis wachsen Miltonia-Orchideen als Epiphyten. Sie bevorzugen einen Platz auf einem anderen Gewächs. Die Blüten, die je nach Art einen Durchmesser von 12 cm erreichen können, ähneln sehr den Gartenstiefmütterchen, deshalb wird die Miltonia häufig als Stiefmütterchen-Orchidee bezeichnet. Miltonia entstand durch die Kreuzung von diversen Miltoniopsisarten.

Miltonia Orchidee

Blühende Miltonia Orchidee

Die langen, schmalen und spitz zulaufenden Blätter der Miltonia entspringen einer Bulbe. Aus der Bulbenbasis wachsen die Blütenschäfte, an denen sich 4 bis 10 kurzstielige Blüten befinden. Das besondere an der Miltonia ist der süßlicher Duft, den die Blüten verbreiten. Allerdings verfügen nicht alle Arten über dieses wohlriechende Aroma. Die Blüten der Miltonia, die ganzjährig erscheinen können, halten bis zu 6 Wochen lang. Die Hauptblütezeit liegt zwischen Frühjahr und Herbst.

Die idealen Standortbedingungen

Die Miltonia bevorzugt im Gegensatz zu vielen anderen Orchideengattungen einen etwas kühleren Stand. Im Sommer sollten eigentlich 17° C nicht überschritten werden, was bei hochsommerlichem Wetter nur schwierig zu realisieren ist. Im Winter kann die Temperatur etwas höher liegen. Sehr wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, die sich mit täglichem Besprühen der Pflanze verbessern lässt. Stiefmütterchen-Orchideen sollten hell aber nicht vollsonnig stehen, weshalb sich Ost- oder Westfenster gut eignen. Von Mai bis September kann die Miltonia einen schattigen Platz im Freien erhalten. Ein zu tief sitzender Stand im Orchideensubstrat ruft Fäulnis hervor. Wenn regelmäßig Gießwasser zwischen die Triebe gelangt, faulen die Pflanzen besonders schnell. Es empfehlen sich deshalb eher kleinere Orchideentöpfe. Bei guter Drainage läuft das Gießwasser gut ab. Die Miltonia benötigt unbedingt spezielle Orchideenerde. Am besten werden die Gewächse nicht gegossen, sondern sobald die Erde etwas abgetrocknet ist kurz in Wasser getaucht, wobei das Wasser anschließend gut abtropfen sollte.