Phalaenopsis

Die Phalaenopsis mit ihren vielen Arten zählt in unseren Breiten zur populärsten Gattung der Orchideen. Der wissenschaftliche Name setzt sich aus den griechischen Begriffen „phalaina“ für „Nachtfalter“ und „opsis“ für „ähnlich wie“ zusammen. Der Botaniker Carl von Linné war es, der im Jahre 1753 die Blüten der Phalaenopsis mit umherfliegenden Motten verglich. Im Deutschen sind mittlerweile die Bezeichnungen „Schmetterlings-“ bzw. „Nachtfalterorchidee“ und „Malaienblume“ geläufig. Diese Pflanze wird hierzulande in Blumengeschäften und Gartenmärkten in vielen Farben zum Kauf angeboten. Der eigentliche Ursprung der Gewächse liegt in den tropischen Regionen im Süd-Osten Asiens, wie Malaysia, Taiwan, Thailand, Indonesien und auf den Philippinen.

Phalaenopsis Orchidee

Bild einer Phalaenopsis Orchidee

Pflanzenbeschreibung

Die Phalaenopsis besitzt eine durchgehende Achse und bildet für gewöhnlich keine Verzweigungen aus. Die meisten Arten sind in der freien Natur Aufsitzergewächse, die sich auf Bäumen niederlassen, ohne dabei als Schmarotzer aufzutreten. Die luftige Höhe dient in erster Linie der Nähe zum Licht innerhalb des Regenwaldes, in dem die Bodenzone verhältnismäßig dunkel bleibt. Die fleischigen Wurzeln sind Haftorgane, die sich an Äste und Zweige klammern. Wasser und Nährstoffe werden den intensiven Regengüssen und der mit viel Feuchtigkeit durchtränkten Luft entnommen. Manche Arten haben sich auf Felsen spezialisiert. Das Laub wächst direkt aus dem Pflanzenherz, die Blätter stehen sich jeweils gegenüber. Je nach Art wechselt ihre Form von schmal bis breiter und einer Länge von 10 bis 40 cm. Die Blätter weisen eine mehr oder weniger lederartige Beschaffenheit auf.

Die Blütenstände

Phalaenopsisblüten, deren Größen je nach Art von 2 bis zu 15 cm variieren, besitzen 3 Kelchblätter, 3 Kronblätter und eine dreigeteilte Lippe. Die aufrecht oder bogenförmig wachsenden Blütenstände schieben sich aus der Sproßachse unterhalb oder zwischen den Blättern hervor. Je nach Art kann die Blütenstandslänge bis zu einem Meter betragen. Manche Blütentriebe tragen mehrere Jahre hintereinander Blüten, andere verwelken bereits nach einer Saison.